Bundesvorstand der Österreichischen Zahnärztekammer neu gewählt
- 29. Juni
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Aktualisiert: 30. Juni
Bei der Wahl zum Vorstand der Österreichischen Zahnärztekammer am 26.6. wurde Martin Hönlinger (Salzburg) zum neuen Präsidenten der ÖZÄK gewählt. Günther Gottfried (Oberösterreich), Klaus Gadner (Tirol) und Martin Zambelli (Kärnten) bekleiden die Positionen der 3 Vizepräsidenten und Erwin Bernklau (Steiermark) übernimmt das Finanzreferat. Wien verlor die Position des Präsidenten und konnte auch keine andere Vorstandsposition erringen.
Zur Erklärung das Procedere: in einem ersten Schritt wählen die Mitglieder der Landeszahnärztekammern in ihrem jeweiligen Bundesland die eigene Kammerführung – so geschehen in Wien am 29.5.2026. Bei dieser Wahl wurde das Forum Zahnärzte Wien abgewählt und das Bündnis Novum-ZIV (BNZ) mit der Führung in Wien betraut. In einem weiteren Wahlgang wählen die 9 LZÄK-Präsidenten den Vorstand der Österreichischen Zahnärztekammer, also der übergeordneten Kammer. Dieser Vorstand besteht aus dem Präsidenten/der Präsidentin, drei Vizepräsidenten und dem Finanzreferenten. Auch die Verteilung der ÖZÄK-Referate wird bei dieser Sitzung beschlossen. Durch den Wechsel an der Spitze in der LZÄK für Wien stand Birgit Vetter-Scheidl nicht mehr als Kandidatin für diese Wahl zur Verfügung, sondern Franz Hastermann und Marius Romanin vom BNZ.
Traditionell stellt Wien als das mitgliederstärkste Bundesland den Präsidenten/die Präsidentin. Diese Vorgehensweise bewährt sich schon aus Praktikabilitätsgründen, weil sich das Büro der ÖZÄK in Wien befindet. Mit der Wahl des Bundesvorstandes für die nächste Funktionsperiode ändert sich nun diese Praxis. Wien hat im Bundesausschuss der Österreichischen Zahnärztekammer zwar noch eine von 9 Stimmen, verliert aber als mitgliederstärkstes Bundesland de facto jeden nennenswerten Einfluss auf die Kammerpolitik der kommenden Amtsperiode und somit auf die wichtigen Entscheidungen der ÖZÄK betreffend Kollektivvertrag, BVAEB-Pilotprojekt, Gruppenpraxen und Ambulatorien usw.
