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Alle 23 Wiener Bezirkszahnärzte-Vertreter:innen aus ihrer Funktion entlassen! 

  • 1. Juli
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 12. Juli

Und das, obwohl sie laut Satzung der Österreichischen Zahnärztekammer, §20, ihr Amt bis zu einer Neubestellung weiterzuführen haben.


5 Jahre lang waren sie ein verlässliches Sprachrohr der Kolleginnen und Kollegen ihres Bezirkes, hatten immer ein offenes Ohr für deren Anliegen, organisierten regelmäßig eigenständige Veranstaltungen, die sowohl der fachlichen Fortbildung als auch der Vernetzung von uns Zahnärztinnen und Zahnärzten dienten. Zudem sicherten sie den Informationsfluss, indem sie wichtige Neuigkeiten aus erster Hand direkt an die Kolleginnen und Kollegen ihres jeweiligen Bezirks weiterleiteten. Es waren nette Abende, die wir im kollegialen Austausch verbrachten – endlich lernte man seine „Nachbarn“ kennen, plauderte mit der bis dato unbekannten Kieferorthopädin, der man schon seit Jahren seine Patienten anvertraute.

 

Die Bezirkszahnärzte-Vertreter:innen gehören großteils keiner der etablierten standespolitischen Gruppierungen an. Es sind Idealisten, die in den vergangenen Jahren als unabhängige, neutrale Akteure agierten - direkt an der Basis und im Interesse der Zahnärztinnen und Zahnärzte vor Ort.

 

Fünf Jahre haben sie in ihrer Freizeit daran gearbeitet, funktionierende Bezirksgruppen aufzubauen. Nun wurden sie nicht gesetzeskonform von der neuen Wiener Kammerführung auf dem Postweg flächendeckend ihrer Funktion enthoben – ohne dass man vorher mit ihnen das Gespräch über eine eventuelle Fortsetzung ihrer Tätigkeit gesucht hätte. Wenn jede „Regierung“ das zerstört, was ihre Vorgänger mühsam aufgebaut haben, wird auf dieser Welt nie etwas weitergehen. Aber das ist wohl das Manko der Politik – im Großen und im Kleinen…



 
 
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