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Österreich erwartet die nächste Gesundheitsreform - höchste Zeit für die Führung der LZÄK Wien, aktiv zu werden!

  • 12. Juli
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 13. Juli

Der im Rahmen der Reformpartnerschaft der österreichischen Bundesregierung beschlossene massive Ausbau von Primärversorgungseinheiten sieht eine Ausdehnung auf die Bereiche Zahnmedizin, Kindermedizin und Gynäkologie vor.

 

Das Forum Zahnärzte Wien sieht nach umfangreichen Recherchen in den vergangenen Jahren keinen Bedarf für eine derartige Ausweitung der zahnärztlichen Versorgung in Wien. Unter den Vorgaben des Regionalen Strukturplan Gesundheit wurde bereits in der vergangenen Amtsperiode eine Bedarfsplanung für zahnärztliche Kassenstellen ausgearbeitet, mit umfassendem Zahlenmaterial hinterlegt und im Niederlassungsausschuss mit den VertreterInnen der ÖGK abgestimmt.


Die Conclusio des Stellenplans:

-              Wien ist in weiten Teilen zahnärztlich überdurchschnittlich versorgt

-              Es gibt vereinzelt Bedarf an neuen Kassenstellen in den Stadtgebieten mit intensivem Wohnbau

-              Wien weist bereits jetzt eine zu hohe Dichte an ZMK-Ambulatorien auf. Bedarf besteht ausschließlich für die Versorgung von PatientInnen mit besonderen Bedürfnissen

-              Die Versorgungswirksamkeit von Jobsharingpartnern und WahlzahnärztInnen muss in der Planung berücksichtigt werden

-              Ebenso zu berücksichtigen sind zukünftige Gruppenpraxen, sofern der Gruppenpraxen-Gesamtvertrag zustande kommt


-              Die Primärversorgung im zahnärztlichen Bereich kann auch für die zukünftige Stadtentwicklung zur Gänze aus dem niedergelassenen zahnärztlichen Bereich abgedeckt werden

 

Der für Wien geplante Ausbau der Primärversorgungseinheiten muss in den Wiener Strukturplan Gesundheit eingearbeitet werden. Dieser wird von der Wiener Landes-Zielsteuerungskommission erstellt, bestehend aus VertreterInnen der Stadt Wien, der Sozialversicherung und des Bundes, Vorsitzender ist der amtsführende Stadtrat für Gesundheit Peter Hacker.


Das Forum Zahnärzte Wien fordert daher die neue Führung der LZÄK Wien auf, aktiv zu werden und die Arbeit der vergangenen Standesführung fortzusetzen, um eine nicht bedarfsgerechte Ausweitung der zahnärztlichen Versorgung zu verhindern!



 
 
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